Neurodermitis

Was ist Neurodermitis?

In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Neurodermitiskranken stark zugenommen. Bei Neurodermitis ( atopische Dermatitis ) handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die schubweise auftritt. Neurodermitis gehört zu den atopischen Erkrankungen, das heißt das Immunsystem reagiert überschießend auf äußere Reize. Atopische Erkrankungen treten familiär gehäuft auf und sind mit einer erblichen Veranlagung verbunden. Menschen mit Neurodermitis haben ein erhöhtes Risiko an anderen atopischen Krankheiten wie Asthma, Heuschnupfen und andere Allergien zu erkranken.

Die schulmedizinische Behandlung besteht in der Regel aus cortisonhaltigen Salben,  immunmodulierende und immunhemmenden Medikamente, Antihistaminika, Antibiotika und Antimykotika. Sie behandeln die Symptome der Neurodermitis, aber nicht die Ursachen. Diese werden in der naturheilkundlichen Therapie berücksichtigt und in die Behandlung miteinbezogen. Da die Ursachen aus vielfältigen Faktoren bestehen, muß die Therapie auf verschiedenen Ebenen erfolgen.

Was sind die Ursachen für Neurodermitis ?

Genetische Veranlagung, Störung der Hautbarriere und zu starke Hygiene werden als Ursachen von Fachleuten diskutiert. Aus naturheilkundlicher Sicht kommen Stress, ungesunde Ernährung, veränderte Darmflora, Übersäuerung des Gewebes, veränderte Lebensgewohnheiten, Umweltbelastungen und psychische Konflikte hinzu.

Symptome der Neurodermitis

Die Hautsymptome sind rote, schuppende und manchmal auch nässende Ekzeme mit starkem Juckreiz, die schubweise auftreten. Die Erkrankung beginnt oft im Säuglings- und Kindesalter.

Symptome bei Säuglingen und Kindern:

  • Als Baby Milchschorf auf der behaarten Kopfhaut
  • Ekzeme und Hautveränderungen im Gesicht
  • Hautausschläge an den Streckseiten der Arme und Beine
  • Ab 1 Jahr rote, juckende, schuppende und nässende Hautstellen mit Krusten in den Beugeseiten der Knie-, Ellenbogen- und Handgelenken
  • Trockene Haut
  • Starker Juckreiz
  • Evtl. nässendes Ekzem im Mundbereich
  • Verdickte Hautstellen
  • Hyper- oder Hypopigmentierung

Symptome beim Erwachsenen :

  • Starker Juckreiz
  • Lederartige Verdickungen der Haut- und Gesichtshaut
  • Juckende Hautknoten
  • Ekzeme an Hals-,Augen- und Stirnbereich
  • An den Beugeseiten der Extremitäten
  • Ekzeme an Hand- und Fußrücken
  • Eingerissene Mundwinkel
  • Hautrisse an Fingern und Ohren
  • Brustwarzenekzem

Wie wird diagnostiziert ?

Es wird eine ausführliche Erstanamnese erstellt, die erbliche Veranlagungen (auch der Eltern und Großeltern), durchgemachte Erkrankungen, Impfungen, psychische Belastungen, Charaktereigenschaften, Lebensweise und Ernährung beinhaltet. Sie ist die Grundlage der homöopathischen Therapie.

Wie wird therapiert ?

Aufgrund der Erstanamnese wird das therapeutische Konzept individuell für Sie erstellt. Es beeinhaltet die naturheilkundliche  Behandlung, deren Mittel aufgrund der Erstanamnese gewählt werden. Die ausgewählten Mittel wirken auf körperlich, geistiger und seelischer Ebene und regen die Selbstregulation des Menschen an. Unterstützt wird die Therapie durch Entsäuerung, einem gesunden und vitalstoffreichen Ernährungskonzept, zusätzliche naturheilkundliche Unterstützung der Entgiftung des Organismus. Bei Bedarf wird der psychologische Aspekt durch systemische und therapeutische Übungen behandelt.

Gibt es ein psychisches Thema bei Neurodermitis?

Auch hier ist es wichtig, wie bei jeder chronischen Erkrankung, zu schauen, „welches Thema steckt hinter meiner Erkrankung, was geht mir in diesem Fall unter die Haut? Was verdränge ich auf die Körperebene, mit welcher Problematik möchte ich nichts zu tun haben ?“

Während einer ganzheitlichen Therapie ist es oft wichtig herauszufinden welche psychische Problematik zugrunde liegt. In einer geschützten Atmosphäre können wir uns gemeinsam, durch systemische Arbeit oder andere psychologische Methoden, unterdrückte belastende Themen anschauen und bearbeiten. Dadurch wird Ihr Körper entlastet und muß nicht mehr als Ventil fungieren.

Ist eine gesunde Ernährung notwendig?

Ein weiteres großes Thema ist wie oben schon erwähnt die Ernährung. Da der Körper oft auf Nahrungsmittel allergisch reagiert, ist es sehr wichtig sich gesund und mit allergenarmen Lebensmitteln zu ernähren. Wenn der Körper durch mangelhafte Ernährung geschwächt wird, kann er die normalen Körperfunktionen auf Dauer nicht aufrechterhalten. Wird die Ernährung auf ein gesundes Ernährungskonzept umgestellt und die vererbte und evtl. psychische Problematik behandelt, kann man in der Regel zeitnah eine Linderung der Symptome feststellen.

Der chronisch kranke Organismus braucht seine individuelle Zeit um sich wieder auf die normalen Funktionen umzustellen. Diese Krankheit entwickelte sich über Jahre, sie kann nicht in kurzer Zeit auf Dauer reguliert werden. Je besser der Patient mitarbeitet, umso größer der Erfolg.

Haben sie Fragen?

Gerne beantworte ich Ihre Fragen zum Thema Neurodermitis. Nehmen sie einfach Kontakt mit mir auf.